Donnerstag, 15. August 2013

Filmrezension: Silver Linings

Momentan findet bei uns das alljährliche SommernachtsFilmFestival statt und endlich habe auch ich mal die Zeit gefunden hinzugehen (die letzten Jahre war ich zu dieser Zeit immer im Urlaub).
Eine wirklich super Erfahrung! 
Es ist schön so in der Natur und unter dem Sternenhimmel zu sitzen, vor sich eine mobile Leinwand aufgebaut. Besonders charmant fand ich das leichte Flackern während des Films, ihr wisst schon diese kleinen Flecken, die dann und wann das Bild "stören".
Die meisten anderen Leute waren wohl schon öfter und haben ihren halben Haushalt mit im Gepäck gehabt: Decken, Kissen, einen Haufen an gut gefüllter Tupperdosen mit Antipasti und Plastiksektgläser zum richtigen Anstoßen. Ich muss zugeben ich war etwas neidisch und fühlte mich leicht naiv, da ich selbst nur mit einer dünnen Jacke ausgestattet war. Aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich und nächstes Jahr werde ich mir auch eine Decke mitnehmen und ein kleines Abend-Picknick abhalten :)

Aber nun zum Film - es lief: 

 Silver Linings mit Bradley Cooper, Jennifer Lawrence und Robert di Niro

Silver Linings
Quelle: Filmstarts
Zum Inhalt: 
Gegen ärztlichen Rat – aber mit Erlaubnis des Gerichts – holt seine Mutter Pat Solatano nach acht Monaten in einer psychiatrischen Anstalt zurück nach Hause. Er steht vor den Trümmern seiner Existenz, weil er den Liebhaber seiner Frau halb totgeschlagen hat. Nun hat er Frau, Haus und Job verloren und darf sich seiner Frau weder nähern, noch Kontakt zu ihr aufnehmen. Trotzdem setzt Pat alles daran, seine Nikki zurückzugewinnen, und ist fest davon überzeugt, dass er es mit einem gesunden Lebenswandel schaffen kann, den Silberstreif am Horizont wieder zu fassen zu kriegen. Seine Versuche, wieder im Alltag Fuß zu fassen, sind zunächst jedoch nicht von Erfolg gekrönt: Ein ums andere Mal zieht er die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich, weil er seine Wutanfälle nicht kontrollieren kann. Erst als er die junge Witwe Tiffany kennenlernt, die ihr ganz eigenes Bündeln an Problemen mit sich herumschleppt, sieht Pat eine Chance. Die beiden Außenseiter schließen einen Handel ab: Tiffany will Pat helfen, seine Frau zurückzugewinnen. Im Gegenzug willigt Pat ein, mit ihr beim lokalen Tanzwettbewerb anzutreten. Das Training wird für beide zum entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben. Quelle Amazon

Warum ich diesen Film ausgesucht habe:
Zum einen, weil ich Jennifer Lawrence in "Die Tribute von Panem" einfach spitze fand und sie seitdem zu einer meiner Lieblingsschauspielerinnen zählt, zum anderen, weil der Film so viele Oscarnominierungen hatte, dass mich interessierte, was dahinter steckt. Um ehrlich zu sein war für mich der Inhalt erstmal zweirangig. 

Was mir an dem Film gefiel:
Zunächst muss ich sagen, dass ich die Schauspielleistung in dem Film klasse fand. Es wundert mich nicht, dass Jennifer Lawrence deswegen mit einem Oscar belohnt wurde. Auch war die Storyline wirklich spannend. Ziemlich schnell stellte sich mir die Frage, ob die beiden Hauptpersonen wirklich die Einzigen sind, die einen guten Psychiater brauchen. Alle Charaktere scheinen irgendeinen Spleen zu haben, weswegen ich sie alle gleich ins Herz geschlossen habe. Ich liebe einfach alles, was leicht skurill oder verrückt ist. :D Und natürlich fand ich auch die Liebesgeschichte herzerwärmend.

Was mir an dem Film nicht so gefiel:
Ich muss gestehen auch, wenn ich den Film insgesamt sehr gut fand, war mir das Ende, dann doch etwas zu unrealistisch. Spoiler: Denn es kam doch etwas sehr plötzlich, dass Pat nun doch die ganze Zeit in Tiffany verliebt war, wo er doch geradezu besessen von seiner Ex-Frau Nicki wirkte. Vielleicht hätte man das etwas anderes gestalten können, so dass das Liebesgeständnis doch etwas realistischer rüberkommt. 

Würde ich den Film weiterempfehlen?
Jaaa, auf jeden Fall. Ich weiß zwar nicht, ob der Film für jeden was ist, denn die Geschmäcker sind nun mal verschieden, aber ich fand ihn super. Er stimmt einen nachdenklich, ist witzig und beinhaltet eine romantische Lovestory. Top!

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